Handelsstrategien für kurzfristige Optionen

Es existiert eine Vielzahl an unterschiedlichen Handelsstrategien, mit denen kurzfristige Optionen gehandelt werden können. Im folgenden Beitrag werden diejenigen Strategien vorgestellt, die eine recht hohe Erfolgsquote aufweisen.

Klassische 5-Minuten-Strategie

Für die Umsetzung der 5-Minuten-Strategie wird eine Charting-Lösung benötigt, die den Derivative Oscillator unterstützt. Da die meisten Broker diesen nicht anbieten, sollte eine externe Chartsoftware genutzt werden. Mittlerweile gibt es auch einige kostenlose Programme, sodass Trader sich nicht extra in Unkosten stürzen müssen. Bei der Auswahl ist lediglich wichtig, dass der zuvor genannte Oszillator verwendet werden kann.

Am besten funktioniert die Strategie mit Währungspaaren, die eine niedrige Volatilität aufweisen oder Aktien mit einem hohen Umsatzvolumen:

  • Aktien: Amazon, Apple, Nike oder Exxon
  • Währungspaare: EUR/USD, USD/CAD, USD/CHF oder NZD/USD

Der Derivative Oscillator kann einen Trend generieren und auch erkennen. Angewandt wird der Oszillator direkt auf den Preisverlauf des ausgewählten Basiswertes. Er nutzt dann das Momentum des Basiswertes, um ein entsprechendes Handelssignal zu erzeugen.

Damit die Strategie funktioniert muss das Zeitfenster im Chart auf fünf Minuten eingestellt werden. Alle anderen Zeitrahmen sind nicht geeignet, da sie die Exaktheit des erzeugten Signals beeinflussen würden.

Wenn alle Einstellungen vorgenommen wurden, heißt es zunächst sich in Geduld zu üben und den Kursverlauf zu beobachten. Der richtige Einstiegszeitpunkt ist da, wenn der Derivative Oscillator sich wie folgt verhält:

  • Warten, bis der Oszillator von positiv zu negativ oder umgekehrt wechselt.
  • Passiert dies, muss der nächste Balken genau angesehen werden. Sollte der zweite Balken den ersten Balken bestätigen und sich in die gleiche Richtung bewegen, so besteht eine sehr gute Trading-Gelegenheit.

Zusammenfassend bedeutet dies, dass zunächst darauf gewartet werden muss, bis der erste Schritt eintritt und danach die Bestätigung folgt, damit ein Handelssignal entsteht. Sollte das Ereignis eintreten, kann eine Position dieselbe Richtung mit einer Laufzeit von fünf Minuten eingegangen werden.

Catch the Trend

Die Catch-the-Trend-Strategie hat sich für den Binäre Optionen Handel mithilfe von Langzeitbeobachtungen der Kurse entwickelt. Hierbei ist es notwendig, zwei verschiedene Indikatoren zu nutzen:

  • GD – Gleitender Durchschnitt (Periode 10)
  • RSI (Periode 5)

Die Strategie eignet sich grundsätzlich für alle Basiswerte. Zudem kann sie auf jedem Timeframe gehandelt werden, um Handelssignale zu erhalten.

Catch the Trend: Erstes Beispiel

Eine Put-Option wird gekauft, wenn der GD ein rote Kerze kreuzt und sich dann nach unten bewegt. Dabei sollte sich der RSI unter der 50er Linie befinden.

Catch the Trend: Zweites Beispiel

Eine Call-Option wird gebucht, wenn eine grüne Kerze den gleitenden Durchschnitt kreuzt und sich danach nach oben bewegt. Der RSI sollte hier über der 50er Linie liegen.

Wasserfall-Strategie

Die Wasserfall-Strategie gehört zu den sehr einfachen Strategien, bei der drei verschiedene gleitende Durchschnitte (GD) sowie der Stochastik-Indikator verwendet wird. Dabei spielt die richtige Einstellung der Indikatoren eine wichtige Rolle:

  • GD mit 5 Perioden
  • GD mit 10 Perioden
  • GD mit 15 Perioden
  • Stochastik-Indikator 6, 7 und 3

Am besten ist es, wenn hier mit einem 5-Minuten-Chart gearbeitet wird. Generell eignet sich diese Strategie für alle Basiswerte.

Wasserfall: Erstes Beispiel

Eine Put-Option wird dann gekauft, wenn sich die drei GDs kreuzen und auf einen fallenden Trend hinweisen. Dabei sollte sich der Stochastik von der überkauften Zone nach unten bewegen. Häufig befindet er sich dann in der 50er Zone.

Wasserfall: Zweites Beispiel

Eine Call-Option wird gebucht, wenn sich die drei GDs kreuzen und auf einen steigenden Trend hinweisen. Der Stochastik sollte sich dabei von der überkauften Zone nach oben bewegen.

Für wen sind diese Strategien geeignet?

Für blutige Anfänger sind die zuvor erklärten Handelsstrategien nicht geeignet. Diese sollten sich zunächst das Grundwissen über das Trading aneignen und sich dann mit gleitenden Durchschnitten sowie den wichtigsten Indikatoren und Oszillatoren beschäftigen. Fortgeschrittene Trader werden schon eher mit diesen Handelsstrategien umgehen können und bei professionellen Tradern ist davon auszugehen, dass sie diese Basisstrategien aufgrund ihrer Handelserfahrung längst verbessert und optimiert haben.

Fazit

Generell gibt es unzählige unterschiedliche Handelsstrategien, um Binäre Optionen kurz-, mittel- und langfristig handeln zu können. Während sich einige Strategien durchaus bewährt haben, sind viele andere wiederum sinnlos. Egal, für welche Strategie man sich letztendlich entscheidet – diese sollte unbedingt zunächst auf einem Demokonto ausgetestet werden. Erst dann, wenn sich diese erfolgsversprechend handeln lässt, sollte in den Echtgeldhandel mit einem Broker eingestiegen werden.

Grundsätzlich gelten für alle Handelsstrategien, dass die Vorgehensweisen nicht in Stein gemeißelt sind. Die Beschreibungen dienen lediglich als eine Art Inspiration, um eigene Strategien entwickeln oder aber vorhandene Strategien verbessern zu können.

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